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Interview Jutta Rupf

Do 23.01.2014 17:41

Jutta, weswegen hast du dich für den Bildungsgang Kirchliche Jugendarbeit entschieden?

Bevor ich mit der Ausbildung begonnen habe, unterrichtete ich bereits Mittelstufenschüler. Als es darum ging, auch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zu unterrichten, merkte ich, dass ich mehr Wissen brauche. Für mich stellte sich insbesondere die Frage, wie ich die Jugendlichen begeistern kann. Zufällig bin ich zu dieser Zeit auf einen Flyer des Bildungsganges Kirchliche Jugendarbeit gestossen.

Was denkst du, würde dir heute fehlen, wenn du die Ausbildung nicht besucht hättest?

Ich habe in den Modulen gemerkt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Unter den Jugendlichen ist die Glaubensfrage sehr präsent. Dabei geht es nicht nur um Jugendarbeit, sondern auch um das Hadern mit dem Glauben. Ich hatte während der Ausbildung sehr viele gute Erlebnisse, welche ich mitnehmen konnte. Zum Beispiel haben wir einmal einen Ausflug auf den Uetliberg gemacht. Eine Nachwanderung beleuchtet von Teelichtern hat mich Spiritualität erleben lassen.

Was hast du von der Ausbildung für deine tagtägliche Arbeit mitnehmen können?

Ich bin ein absoluter Naturmensch. Wenn meine Schüler/innen bei mir ankommen und von der Schule und ihrem Alltag sehr müde sind, gehen wir als Erstes nach draussen. Während der Ausbildung habe ich Methoden kennen gelernt, was man in solchen Situationen machen kann.

Gab es während der Ausbildung Dinge, die dir schwerer gefallen sind?

Unter allen Modulen, welche man im Laufe der Ausbildung belegt, ist auch „Jugendarbeit mit Konzept“ enthalten. Es ist mir nicht immer leicht gefallen, meine Arbeit in einem Konzept festzuhalten. Vielleicht weil ich es mir auch nicht gewohnt war, denn ich habe einen praktischen und weniger einen theoretischen Hintergrund.

Wie lange warst du bereits im Beruf aktiv, bevor du die Ausbildung besucht hast?

Im Jahr 1998 habe ich begonnen Erstklässler zu unterrichten. Danach kam die Mittelstufe dazu. Mein ursprünglicher Beruf ist Krankenschwester, allerdings habe ich seit ich in der Schweiz lebe nicht mehr in diesem Bereich gearbeitet - und das sind in der Zwischenzeit doch 15 Jahre.

Du hast deine Ausbildung in einem Alter begonnen, in welchem die meisten Leute keine neue Ausbildung mehr in Angriff nehmen. War das eine Schwierigkeit?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Jugendarbeit nichts mit dem Alter, sondern mit der Einstellung zu tun hat. Meine Lebenserfahrung, die ich mitbringe, kann den Jugendlichen auch weiterhelfen. Meiner Meinung nach kann man sich immer noch weiterbilden.

Wem würdest du den Bildungsgang Kirchliche Jugendarbeit persönlich empfehlen?

Allen Personen, welche mit Jugendlichen zusammen arbeiten. Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass man dazu neigt, zu stark auf das Religiöse fixiert zu sein. Die Ausbildung hat mir aufgezeigt, wie ich den Jugendlichen die Themen frei und locker vermitteln kann. Zudem erweitern die verschiedenen Module den eigenen Horizont. Alles in Allem kann man nur davon profitieren.

 

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