M25 Jugendarbeit mit Konzept

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4 Kurstage / 100 Lernstunden

Beschreibung

Konzepte sind in der Jugendarbeit sehr wichtige Arbeitsinstrumente.  Sie regeln die organisatorische und fachliche Ausrichtung der Jugendarbeit und ermöglichen ein offenes  Kommunizieren, Begründen und Reflektieren der Arbeit nach innen und aussen. Damit dient das Konzept als Instrument der Qualitätssicherung. Es garantiert die Kontinuität bei personellen Wechseln und eine zielgerichtete Arbeit mit Jugendlichen beiden Geschlechts.  Konzepte geben Strukturen und definieren Freiräume.  Sie legen Verantwortlichkeiten und Kompetenzenfest und beantworten Fragen der Infrastruktur und Finanzen.  Ist dies alles geregelt, entfallen viele energieraubende Diskussionen zwischen Angestellten und Vorgesetzten.  Dies deshalb, weil ein gutes Konzept immer von allen wichtigen Instanzen einer Institution mitgetragen wird, die Jugendarbeit anbietet. Aus Konzepten lassen sich  für die aktuelle Arbeit mit Jugendlichen Schwerpunkte ableiten, die den Bedürfnissen und der Situation der Jugendlichen vor Ort gerecht werden.  Nicht zuletzt auch deshalb, weil Jugendliche mit geeigneten Methoden in die Konzeptarbeit einbezogen wurden.

Ziele

Die aufgeführten Lernziele entsprechen den Vorgaben in der Modulbeschreibung nach ForModula.

Die Lernenden

  • erkennen die Situation und Werthaltung der Jugendlichen, nehmen Unterschiede wahr nach Geschlecht, Kultur, Sprache, religiösen und sozialen Hintergründen etc. und können adäquat darauf eingehen (K3, A4.1)
  •  verstehen theologische Schlüsselthemen der Kinder und Jugendlichen und können diese konzeptionell umsetzen (K5)
  • bewerten und beurteilen jugendpastorale Ansätze, insb. den Ansatz der Subjektorientierung (K6), und kennen Grundzüge der soziokulturellen Animation (K1)
  • erkennen Werthaltungen und theologische Schlüsselthemen, welche hinter jugendpastoralen Ansätzen stehen (A4.1)
  • begründen und entwickeln Konzepte kirchlicher Jugendarbeit (K4) und wenden diese situationsgerecht an (K5)
  • verstehen Religionspädagogik und Jugendpastoral im Kontext von Kirche und Gesellschaft (K2) und reflektieren die Chancen und Grenzen der verschiedenen Lernorte des Glaubens. Sie entwickeln ein ökumenisches und interreligiöses Verständnis (K4)

Inhalt

1. Kurstag

Einführung in die Lebenswelt der Jugendlichen

Wer mit Jugendlichen arbeitet, muss deren Vielfalt auch kennen. Wir analysieren die Lebenswelt (-en) der Jugendlichen und betrachten ihren entwicklungspsychologischen Stand. Über die Werte von Jugendlichen steigen wir in die Sinus Milieu Studie ein und lernen diese „Orientierungshilfe" kennen.
Anschliessend setzen wir uns mit den Methoden der soziokulturellen Animation sowie dem interreligiösen Verständnis auseinander. Mit einer Situationsanalyse des eigenen Arbeitsplatzes und der Definition der eigenen Zielgruppe beschliessen wir den ersten Kurstag

2. Kurstag

Grundlagen der Jugendpastoral
Wer in der Jugendpastoral tätig ist, muss deren Grundlagen kennen. Durch die Auseinandersetzung mit der Magna Charta, dem Grundlagenpapier der deutschschweizerischen kirchlichen Jugendarbeit, lernen wir die Wertehaltungen der Jugendpastoral kennen und deuten. Handlungsprinzipien wie Subjektorientierung, Mystagogie sowie theologische Schlüsselthemen zeigen die Umrisse des Berufsbild einer kirchlichen Jugendarbeiterin / eines kirchlichen Jugendarbeiters.
Der Kontext, indem kirchliche Jugendarbeit tätig ist, muss aus gesellschaftlicher wie innerkirchlicher Sicht betrachtet werden, sowie durch biblische Begründungen und Parallelen reflektiert sein, will ein Leitbild aufgestellt werden, das der Situation der kirchlichen Jugendarbeit entspricht. Dabei ist es wichtig, die eigene Grundhaltung gegenüber der Arbeit mit Jugendlichen zu klären.

3. Kurstag

Einführung in die Konzeptarbeit
Kirchliche Jugendarbeit arbeitet mit Konzept. Die Erstellung eines Konzeptes vom Leitbild bis zum ausformulierten Konzept wird schrittweise vorgestellt. Die darin enthaltenen Prozesse werden dabei beleuchtet, um ein Resultat zu erreichen, das Konzept – orientiertes Arbeiten ermöglicht und dadurch Ziele erreicht werden können.
Zur Vertiefung werde bestehende Konzepte analysiert und durch Besuche oder Begegnungen Erfahrungen mit Konzepten ausgetauscht.

4. Kurstag

Learning by doing
Wer’s einmal selbst gemacht hat, kann in Zukunft eigene Konzepte erstellen oder bestehende weiterentwickeln. Der Kompetenznachweis sieht eine Neu- oder Weiterentwicklung eines eigenen Konzeptes vor. Der Morgen steht für erste Skizzen und kreativem Austausch zur Verfügung, ebenfalls können Rückfragen an die Kursleitenden gestellt werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden die neu- oder weiterentwickelten Konzepte gegenseitig vorgestellt. Dabei wird ein Feedback der Kursgruppe zum aufgezeigten Konzept ermöglicht.
Kursleitung:

Methoden

Innerhalb der Kurseinheit werden die Kurstage nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung gestaltet.

  • Die Vermittlung der Inhalte durch Einsatz verschiedener Medien (Power-Point, Folien, Flip-Chart, Tonträger, Film, etc.).
  • Einstiegs- und Abschlussritual, Warm-up, Bewegung zur Förderung er Aufmerksamkeit, Übungen zu Selbsterfahrung, Rollenspiel.
  • Gruppenarbeiten zur Erarbeitung und Vertiefung der Inhalte.
  • Einzelarbeiten und Zeiten zur Lektüre mit offenen und geschlossenen Fragestellungen zur Vertiefung und Selbstreflexion der Inhalte und Erfahrungen.
  • Transferarbeit in Gruppen und Kleingruppen.
  • Kreative Verarbeitungs- und Gestaltungsformen mit unterschiedlichen Materialien.
  • Evaluation nach jeder Kurseinheit und Gesamtauswertung.

Form

Das Modul umfasst 100 Stunden:

  • 32 Lernstunden in 4 Kurstagen (davon 3 ½ Kurstage als Blockveranstaltung mit Übernachtung, ½ Tag Nachtreffen)
  • 28 Lernstunden Selbststudium
  • 30 Stunden Kompetenznachweis
  • 10 Lernstunden Coaching (inkl. Vor- und Nachbereitung)

Kursdaten

Daten

Kursleitung

Kursort

7.-10. Mai 2019 und 22.8.2019 Jugendseelsorge ZH und DAJU SG

Anmeldung

Anmeldeschluss ist 2 Monate vor Kursbeginn

Preis

CHF 1'285.00 (intern: CHF 880.00)

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